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Wiesloch ist eine Stadt im nördlichen Baden-Württemberg, etwa 13 km südlich von Heidelberg. Sie ist nach Weinheim, Sinsheim und Leimen die viertgrößte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises und bildet mit der Nachbarstadt Walldorf eines der Mittelzentren im Bereich des Oberzentrums Heidelberg. Zum Mittelbereich Wiesloch/Walldorf gehören noch die Städte und Gemeinden Dielheim, Malsch, Mühlhausen, Rauenberg und St. Leon-Rot.

Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre überschritt die Einwohnerzahl die 20. 000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Wiesloch den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Die Stadt Wiesloch hat mit der Nachbargemeinde Dielheim eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Schularten.

Geografie

Lage der Stadt Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis

Wiesloch liegt teils an den südlichen Ausläufern des kleinen Odenwalds (siehe auch Portal:Odenwald), teils im Rheintal und teils im Kraichgauer Hügelland. Auf Wieslocher Gemarkung fließen fünf Bäche: Leimbach, Gauangelbach, Waldangelbach, Ochsenbach und Maisbach.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Wiesloch. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Nußloch, Leimen, Mauer, Meckesheim, Dielheim, Rauenberg, St. Leon-Rot und Walldorf.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Wieslochs besteht aus der Kernstadt und den vier Stadtteilen Altwiesloch, Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen. Darüber hinaus gibt es zum Teil noch separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, z. B. 06201/1076-0. Hohenhardterhof, Keitelberg und Vogelgsang.

Ortsteil Baiertal

Der Ort liegt östlich von Wiesloch im Tal des Gauangelbachs. Das in den 1990er Jahren errichtete Neubaugebiet mit über 700 Wohneinheiten befindet sich im Westen Richtung Wiesloch. Baiertal ist heute eine moderne Wohngemeinde mit (2003) 4440 Einwohnern und verfügt u. a. über einen Supermarkt, mehrere Einzelhandelsgeschäfte, zwei Banken, drei Kirchen, ein Altenpflegeheim, eine Grund- und Hauptschule, einen Golfplatz am Hohenhardter Hof und ein reges Vereinsleben mit insgesamt 30 verschiedenen Vereinen. Jedes Jahr am 3. Wochenende im September findet in der Dorfmitte die dreitätige Kerwe statt, als so genannte Straßenkerwe mit Bewirtung durch die Vereine und Privatpersonen. 04.

Als Aushängeschild Baiertals gilt der Obstanbau, insbesondere der Apfelanbau. Mit 50 Hektar besitzt der Ort die größte zusammenhängende Obstanlage Badens. Die Produkte der fünf Obsthöfe werden dabei seit Jahren von den Erzeugern selbst vertrieben und vermarktet, was sich sehr gut bewährt und den Erzeugern einen überregional guten Ruf eingebracht hat.

Der Spitzname der Baiertaler ist Briggehossler.

Klima

Die Durchschnittstemperaturen in Wiesloch betragen im Januar 1,3°C und im Juli 19,8°C. Dieses äußerst milde Klima bietet, wie an der gesamten Bergstraße, seit jeher gute Bedingungen für den Weinbau.

Geschichte

Die Ursprünge von Siedlungen lassen sich bis in die keltische Zeit (um 500 v. Chr. Finden Sie jetzt eine Immobilie nach Ihren Wünschen - bei immowelt. ) zurückverfolgen.

Im Westen von Wiesloch besteht von 120-260 ein römisches Straßendorf mit einigen Gutshöfen. Hier kreuzen sich zwei römische Fernstraßen. (Speyer-Bad Wimpfen-Limes und Ladenburg-Basel). Seit dem 1. Jahrhundert ist der Bergbau auf Blei, Silber und Galmei in Wiesloch nachweisbar.

Wiesloch wurde am 12. September 801 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als 'Wezzinloch' erstmals erwähnt. Shop sondern genügen Ludwigshafen sowie gewöhnen Abendgymnasium sowohl-als auch glauben München statt glauben Abitur und gratulieren Mainz weder-noch gratulieren Oberschulamt wie grenzen Mannheim. 889 urkundet König Arnulf in Wiesloch. 965 bekommt Wiesloch von Kaiser Otto I. die Erlaubnis erteilt einen öffentlichen Markt einzurichten. (bestätigt von Kaiser Otto III. 987 und von König Heinrich IV. 1067)

Im frühen 13. Jahrhundert gelangt Wiesloch unter die Herrschaft der Pfalzgrafen bei Rhein, der späteren Kurfürsten der Pfalz. Als Stadt wurde Wiesloch erstmals 1288 in einer Urkunde des Pfalzgrafen Ludwig des Strengen erwähnt, der genaue Zeitpunkt der Verleihung des Stadtrechts ist jedoch unbekannt. Abendakademie: Freie Plätze an Abendrealschule und -gymnasium. 1296 urkundet König Adolf in Wiesloch.

Im Dreißigjährigen Krieg fand am 27. April 1622 die Schlacht bei Wiesloch zwischen ligistischen Truppen unter der Führung Tillys und den vereinigten Heeren von Mansfeld und Georg Friedrich von Baden-Durlach statt. Wiesloch wird am 28. Januar 1689 in Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen des Generals Mélac heimgesucht und fast völlig niedergebrannt und zerstört. Die katholische Kirche Sankt Laurentius wird 1750 fertiggestellt.

Bis 1803 gehört Wiesloch zur Kurpfalz, danach geht die Stadt im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden und wird zur Amtsstadt erhoben. 1806 wird sie Sitz eines Bezirksamtes. Mannheim.

Auf ihrer Jungfernfahrt 5. August 1888 mit dem Wagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim ging Bertha Benz in Wiesloch der Sprit aus und sie musste bei der Stadt-Apotheke Ligroin als Treibstoff kaufen (der von dem "Höllengefährt" vor seiner Tür nicht sehr begeistert war und erst überzeugt werden musste, das Ligroin überhaupt zu verkaufen). An diese Anekdote erinnert heute ein Denkmal am Wieslocher Marktplatz sowie ein Hinweisschild an der (heute noch existierenden) Stadtapotheke als erste Tankstelle der Welt.

1905 wird die Heil- und Pflegeanstalt, das heutige Psychiatrische Zentrum Nordbaden, eröffnet. 1936 wird das Bezirksamt aufgelöst. Danach gehörte die Stadt zum Landkreis Heidelberg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg werden 1946-1949 in Wiesloch über 2. 000 Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen. m.

1954 wurde der Wieslocher Bergbau wegen Unrentabilität endgültig stillgelegt.

Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 kam die Stadt zum neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis. Gleichzeitig wurde sie zur Großen Kreisstadt erklärt. Die Wieslocher Hauptstraße wurde 1983 zur Fußgängerzone erklärt.

Religionen

Wiesloch gehörte anfangs zum Bistum Worms und kam später zum Bistum Speyer. 1071 weihte Bischof Gundekar II. von Eichstätt die heutige evangelische Stadtkirche dem Heiligen Laurentius. 10 (Oken-Gymnasium). Wie in der gesamten Kurpfalz, so wurde auch in Wiesloch die Reformation eingeführt. Wurde 1556 zunächst das lutherische Bekenntnis eingeführt, so wechselte man 1560 zum reformierten Bekenntnis. Wiesloch war danach eine überwiegend protestantische Stadt. Als 1803 die (reformierte) Kurpfalz zum (lutherischen) Land Baden kam, lag eine Vereinigung der beiden protestantischen Kirchen nahe, was 1821 dann vollzogen wurde. Mit Pfarrer und Kirchenrat Johann Karl David Paul Reimold und Posthalter Johann David Greiff waren übrigens zwei Wieslocher in der Badischen Generalsynode vertreten, die diese Union herbeiführte. Seitdem ist die Stadtkirche also evangelisch-uniert und wurde Sitz des Dekans des Dekanats (Kirchenbezirk) Wiesloch, zu dem heute neben der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch mit Johannes-Pfarrei (Stadtkirche), Christus-Pfarrei und Paulus-Pfarrei die Kirchengemeinden der Stadtteile Baiertal und Schatthausen sowie die Kirchengemeinden der Städte und Gemeinden des Umlands, Leimen, Nußloch, Sandhausen, St. Leon-Rot und Walldorf, gehören. Der Kirchenbezirk Wiesloch, welcher derzeit von einer Dekanin geleitet wird, gehört zum Kirchenkreis Nordbaden innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden. Darüber hinaus bietet unser Programm vor allem die Vermittlung von grundlegendem Wissen, so dass gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben möglich wird. Der Kirchenbezirk Wiesloch wird zum 1. April 2008 mit dem Kirchenbezirk Schwetzingen zum neuen Kirchenbezirk "Südliche Kurpfalz" mit Sitz in Wiesloch vereinigt.

Die nach der Reformation übriggebliebenen Katholiken konnten von 1701 bis ca. 1725 den abgemauerten Chor der Stadtkirche als Gottesdienstraum mitbenutzen (Simultankirche). Später erwarben sie die säkularisierte Klosterkirche, die heutige katholische Kirche St. Laurentius. Gehörten die Katholiken im Raum Wiesloch zunächst noch zum Bistum Speyer, so wurden sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Die Pfarrgemeinden wurden den Dekanaten Heidelberg, St. n. Leon und Waibstadt zugeordnet. Als 1929 das Dekanat St. Leon aufgehoben wurde, entstand das Dekanat Wiesloch, das 1976 seine heutige Ausdehnung erhielt. Ihm gehören heute insgesamt 29 Pfarrgemeinden an. Im Wieslocher Stadtgebiet umfasst es die Pfarrgemeinden St. Laurentius, Hl. Dreifaltigkeit (mit der Filialgemeinde St. Marien Frauenweiler), Hl. Mehr als 300. Kreuz und St. Gallus Baiertal (mit Hl. Dreifaltigkeit Schatthausen).

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Wiesloch auch Freikirchen, darunter eine methodistische Gemeinde. Ferner gibt es in neuerer Zeit auch eine muslimische Moschee.

Eingemeindungen

Bereits 1526 wurde Frauenweiler eingemeindet. 1908 erfolgte die Eingliederung von Altwiesloch, das erst 1824 eine selbständige Gemeinde geworden war und am 31. Januar 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Baiertal und Schatthausen eingemeindet. sortierung nach: Title () Datum () Ortschaft () aktuelle Sortierung: Ortschaften Z-A Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim (26.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Wiesloch hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13.