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Die Junge Union (kurz: JU) ist die Jugend- und Nachwuchsorganisation von CDU und CSU.
Inhaltliches Profil
Grundsätze
Die JU soll als Vorfeldorganisation ihrer Mutterparteien deren politische Ziele innerhalb der Jugend verbreiten sowie die Interessen der jungen Generation innerhalb der Parteistrukturen vertreten. Sie definiert sich in ihrem Grundsatzprogramm als liberale, konservative sowie fortschrittliche Organisation. Dabei beruft sie sich auf das Christliche Menschenbild. Die JU bekennt sich zur Demokratie und zur Marktwirtschaft. Sie setzt sich außerdem für die Europäische Einigung sowie für eine verlässliche transatlantische Partnerschaft im Rahmen der NATO ein. Innerhalb der Union steht die Junge Union für einen konsequenten Reformkurs. Dies wird insbesondere an den Forderungen der Nachwuchsorganisation im Bereich der sozialen Sicherungssysteme deutlich. Anders als die CDU ist die JU weniger sozial ausgerichtet. Ausbildungsplätze mit der Jobsuche finden Baden-Württemberg, Bayern.
Politische Standpunkte
Die Junge Union setzt sich für mehr Generationengerechtigkeit ein. Die Renten- und die Pflegeversicherung sollen durch die Umstellung auf ein Kapitaldeckungsverfahren demographiefest gemacht werden. Durch Änderungen im Tarif- und Arbeitsrecht will die JU mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze für Jugendliche schaffen. Die Wehrpflicht soll ihrer Meinung nach in eine Dienstpflicht umgewandelt werden. Studiengebühren werden von ihr befürwortet, ebenso ein durchsetzbares Recht auf private Kopien für die Inhaber von Originalen. Die JU setzt sich ferner für die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin ein.
Außenpolitisch bekennt sich die JU zur deutsch-amerikanischen Freundschaft und Partnerschaft. So unterstützte sie den Kurs der USA im Irak-Krieg 2003. IG Metall Jugend Baden-Württemberg kämpft für mehr Ausbildungsplätze. Hierzu hatte sie die Kampagne "Saddam entwaffnen!" initiiert. Sie lehnt eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union ab und befürwortet stattdessen das Konzept einer Privilegierten Partnerschaft.
Geschichte
Gründung und erste Jahre (1945-1949)
Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten junge Mitglieder der dezentral entstandenen christlich-demokratischen Gruppierungen als Vertretung der Jugend die JU. Es waren anfangs vor allem ehemalige Kriegsteilnehmer, die sich in Universitätsstädten zu Arbeitskreisen zusammenfanden. Auf dem ersten Deutschlandtreffen vom 17. bis 21. Januar 1947 in Königstein im Taunus wurde der Bundesverband gegründet. Die JU strebte wie die Mutterparteien an, Christen beider Konfessionen innerhalb einer politischen Organisation zu vereinigen. 06. Obwohl bei ihrem zweiten Deutschlandtreffen in Berlin auch Vertreter aus Ostdeutschland teilnahmen, stellte die JU 1948 in der sowjetischen Besatzungszone ihre Arbeit aufgrund der massiven Verfolgung und Gängelung ihrer Mitglieder ein. Als Folge des einsetzenden Kalten Krieges blieb die JU eine auf Westdeutschland beschränkte Jugendorganisation. Im März 1950 gab sich die JU mit den "Würzburger Beschlüssen" das erste gemeinsame Programm. In ihm nahm sie unter anderem Bezug auf das Christentum als Grundlage zur Erneuerung des geistigen und kulturellen Lebens und forderte die Wiedervereinigung Deutschlands in seinen historischen Grenzen. Außerdem befürwortete sie die Einführung des Persönlichkeitswahlrechts. In der Europapolitik sprach sich die JU bereits früh für einen Zusammenschluss der europäischen Staaten aus. Sie vertrat diese Forderung unter anderem seit 1948 auf mehreren Treffen der Jugendsektion der Nouvelles Équipes Internationales (NEI). Auf dem Gründungsparteitag der Bundes-CDU 1950 in Goslar erkannte diese die JU in ihrem Statut als selbständige Vertretung der Jugend innerhalb der Partei an. Finden Sie jetzt eine Immobilie nach Ihren Wünschen - bei immowelt. Im darauffolgenden Jahr gab sich die JU ihre erste eigene Satzung.
Die JU in der Ära Adenauer und "Der Geist von Hamm" (1949-1982)
Während der 1950er und 1960er Jahre forderte die JU zwar immer wieder eine Reform des Parteiapparates der CDU und CSU, blieb aber während der Kanzlerschaften Konrad Adenauers und Ludwig Erhards eine größtenteils staatstragende Parteijugend. Größere Konflikte mit den Mutterparteien gab es nicht.
Dies änderte sich, nachdem infolge des bundespolitischen Machtwechsels 1969 CDU und CSU in die Opposition verwiesen wurden. Auf dem Deutschlandtag 1969 in Hamm kam es zu einer massiven innerverbandlichen Kritik am bisherigen Kurs. Ab dieser Zeit stiegen auch ihre Mitgliederzahlen kontinuierlich, da sich vor allem Jugendliche, die der 68er-Bewegung entgegenwirken wollten, der JU anschlossen.
Die 1970er Jahre wurden auf verschiedenen Ebenen zu einem reformorientierten Jahrzehnt für die JU. Sie erneuerte sich programmatisch, was sich im 1973 verabschiedeten, neuen Grundsatzprogramm "Für eine humane Gesellschaft" niederschlug. Ausbildungsplätze · Firmen AZ · Stellenangebote · in Ihrem Bundesland · Lehrstellen ·
in Ihrem Bundesland. Themenschwerpunkte hierin waren unter anderem der demokratische Staat und die offene Gesellschaft, die Bildung als zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik sowie die Politik für den Frieden.
Nachdem die JU sich bis in die späten 1960er Jahre dagegen ausgesprochen hatte und noch 1965 den Anspruch erhob, auch für die in der DDR unterdrückte Jugend zu sprechen, öffnete sie sich 1972 für Kontakte mit kommunistischen Jugendorganisationen wie der FDJ. 1980 schlug der damalige JU-Bundesvorsitzende Matthias Wissmann sogar die Schaffung eines deutsch-deutschen Jugendwerkes vor, welches dem Jugendaustausch dienen sollte.
In der Debatte um die Ostpolitik nahm die JU jedoch Anfang der 1970er Jahre eine schwankende Position ein. So wurde ein 1970 gefasster Beschluss, die Oder-Neiße-Grenze zu Polen anzuerkennen, zwei Jahre später weitestgehend wieder zurückgenommen. Mit der Verabschiedung eines Umweltschutzgrundsatzprogramms 1973 versuchte die JU sich auch in diesem Politikfeld zu profilieren.
Auch strukturell gab es in den 1970er Jahren wichtige Reformen. Die JU orientierte sich weg von einer bloßen Nachwuchs- und hin zu einer echten Jugendorganisation von CDU und CSU. Hintergrund an einer großen Image- und Nachwuchskampagne Baden-Württemberg,
Wohlfeil betonte aber auch, dass die Möglichkeit, Ausbildungsplätze. Nachdem beispielsweise zuvor die Mitgliedschaft zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr möglich war, beschloss der Deutschlandtag der JU 1971 die Altersunter- und Obergrenze auf 14 beziehungsweise 35 Jahre herabzusetzen. Einzelne Landesverbände hatten dies schon Ende der 1960er Jahre getan. Wenig später wurde am 2. Juni 1972 bundesweit die Schüler Union (SU) gegründet, um Schüler für eine spätere Mitarbeit in der JU zu interessieren. Ablesen lässt sich der starke Wandel, den die JU innerhalb dieses Jahrzehnts erfuhr, auch an den stark steigenden Mitgliederzahlen, die sich bis zum Ende der 1970er Jahre verdoppelten.
Die JU in der Ära Kohl (1982-1998)
Die 1980er Jahre waren zu Anfang geprägt von der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss. pdf) Simone Martinetz: Neue Qualifikationen für Schulsekretärinnen; Was macht ein Parlamentarischer Berater?. Diesen befürwortete die JU und führte vielerorts Sachdebatten mit Jugendlichen. Aber auch das Thema Ökologie war weiterhin, auch innerhalb der JU, oben auf der Tagesordnung. So stand auf dem Deutschlandtag 1983 die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie im Zentrum der Diskussion. Mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 wurde innerhalb der JU eine Debatte über Reaktorsicherheit ausgelöst. Im gleichen Jahr hatte der Mauerbau seinen 25. Jahrestag. 1987 fand ein Staatsbesuch Erich Honeckers in der Bundesrepublik statt. Beide Ereignisse nutzte die JU, um die Verletzung der Menschenrechte in der DDR zu verurteilen und den Abriss der Mauer zu fordern. IG Metall Jugend Baden-Württemberg kämpft für mehr Ausbildungsplätze.
Am Vorabend des Mauerfalls 1989 gründete sich mit der Christlich-Demokratischen Jugend (CDJ) wieder eine freie christlich-demokratisch orientierte Gruppe junger Menschen in der DDR. Schon vor der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten schloss sich die CDJ auf dem Deutschlandtag 1990 in Leipzig der JU an.
Reformorientierte Neuausrichtung nach der Ära Kohl (1998-heute)
Nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 wurde Hildegard Müller Nachfolgerin von Klaus Escher als Bundesvorsitzender, ihr folgte 2002 Philipp Mißfelder. Mißfelder setzte den von seinen beiden Vorgängern begonnenen Kurs der reformorientierten und marktwirtschaftlichen Neuausrichtung der Jugendorganisation fort.
2003 stieß Mißfelder eine gesundheitspolitische Debatte an, als er vorschlug, zur Verbesserung der finanziellen Basis des Gesundheitssystems einzelne Leistungen für ältere Menschen gezielt zu reduzieren. Beispielsweise künstliche Hüftgelenke, so Mißfelder, könnten für Menschen über 85 Jahren in Zukunft nicht mehr aus der allgemeinen Krankenversicherung finanziert werden. Diese Äußerung sorgte insbesondere bei Senioren für Empörung, aber führte auch in der eigenen Partei zu Kontroversen. Die Äußerungen führten zu einer breiten Diskussion über eine zukunftsfähige Finanzierung des Gesundheitssystems. Rauchfreie Schulen, Ausbildungsplätze und Studiengebühren: Themen der landesweiten Podiumsdiskussionen "Durchblick 05/06".
Der derzeit amtierende Bundesvorstand wurde auf dem Deutschlandtag in Oldenburg am 22. Oktober 2004 gewählt. Mißfelder wurde nach zweijähriger Amtszeit wiedergewählt. Er konnte mit einem Ergebnis von 85,91% etwa 5% gegenüber seiner letzten Wahl hinzugewinnen.
Der Verband lehnt eine politische Zusammenarbeit mit Extremisten von rechts ebenso wie von links ab.
